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SPITZE, WM -CARINA!

Empfehlung SPITZE, WM -CARINA!
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VfB-Spielerin CARINA CONZELMANN ist von der WM in London zurück. Wir haben mit ihr mitgefiebert, Daumen gedrückt, auf ihre Nachrichten aus England gewartet. Für Carina war es auch aufregend - immerhin war es auch für sie ihre erste WM-Teilnahme und so was haben wir ja nun nicht alle Tage. CARINA CONZELMANN ist das erste VfB-Ulm-Mitglied, das während seiner aktiven Zeit beim VfB Ulm bei einer WM angetreten ist! Welche WM? Die U 23 - Ultimate-Frisbee-Weltmeisterschaft. CARINA war mit der deutschen Nationalmannschaft und Nationaltrainer MARCO MÜLLER dabei. Es war ein spannendes, aufregendes Turnier. Es gab Siege gegen England, Schweden und Neuseeland - und eine tolle Erfahrung gegen die Favoritinnnen aus den USA.  Am Ende stand das deutsche Team auf dem beachtlichen fünften Platz. Und hat damit die beste Platzierung für eine europäische Mannschaft erreicht! Unsere VfB-CARINA kam bei allen Spielen zum Einsatz. Für die VfB-Homepage hat sie ganz exklusiv ihren Tagebuchbericht zur Verfügung gestellt. Klasse. Den müsst Ihr lesen!

Im übrigen - Carina ist in Zeitung, Funk und Fernsehen zu sehen und hören gewesen: Südwestpresse Ulm, Neu-Ulmer Zeitung, Wochenblatt, Regio-TV, SWR 4-Schwabenradio...

GRATULATION LIEBE CARINA, der ganze VfB Ulm ist stolz auf Dich!  Weiter so!

 

Auf dem Mannschaftsfoto seht Ihr Carina in der unteren Reihe, als dritte von links, gelbe Schuhe.

Hier ist CARINAs Tagebuch:

 

"Am 11.07. ging es für mich mit den U23-Damen und unserem Trainer Marco Müller aus Gemmrigheim zur Ultimate Frisbee Weltmeistschaft Richtung London. Nach einer sehr langen Fahrt mit dem Bus konnten wir am Abend erstmal in unserem Hotel entspannen.

Am nächsten Tag war bereits die Eröffnungszeremonie mit dem Eröffnungsspiel der Gastgeber Großbritannien gegen die Favoriten USA. Wir präsentierten uns in unseren niegelnagelneuen Trikots von unserer besten Seite und waren voller Vorfreude auf die kommenden Spieltage.

Da nur neun Mannschaften für unsere Division gemeldet waren, wurde im sogenannten Round-Robin-Format gespielt. Das heißt es spielt jeder gegen jeden.

Der erste Spieltag war nichts für schwache Nerven! Unser erstes Spiel gegen die sehr guten Kolumbianerinnen war hart umkämpft und wir waren lange um wenige Punkte in Führung. Vor dem letzten Punkt kämpften sich die Südamerikanerinnen aber auf Gleichstand heran und so kam es zum Universe Point. Diesen holten sich leider unsere Gegner, sodass wir mit einem 11-12 enttäuscht vom Spielfeld gingen.

Nach einer kurzen Pause trafen wir auf die Gastgeber Großbritannien. Bei typischem englischen Wetter mit Regen und Wind wurde es erneut ein knappes Spiel, sodass es kam wie es kommen musste: Wieder entschied der letzte Punkt über Sieg oder Niederlage! Doch diesmal hatte dies ein besseres Ende für uns und wir holten uns den Sieg mit einem 9-8.
Nach dem ersten Spieltag war uns allen klar, dass alle Teams auf Augenhöhe waren und damit jedes Spiel knapp werden würde.

Am Dienstagmorgen trafen wir auf dem Arena-Feld auf die weit angereisten Neuseeländerinnen. Dieses Spiel wurde von Skyd-Magazine live übertragen, sodass wir alle etwas nervöser waren. Doch auf dem Spielfeld war alles vergessen und wir zeigten ein hervorragendes Spiel. Wir konnten immer wieder punkten und sicherten uns so den 17-9 Sieg.

So konnten wir nachmittags hochmotiviert einer echten Herausforderung entgegen schauen: Japan! Mit einer sehr sicheren Offence und einer harten Defence gelang uns die erste Halbzeit erstaunlich gut und wir konnten sogar mit einer 9-7 Führung in die Halbzeit gehen. Doch in der zweiten Halbzeit packten die flinken Japanerinnen dann noch einen drauf, sodass wir uns letztlich doch 13-17 geschlagen geben mussten.

Abends folgte die Überraschung: unser Spiel am nächsten Tag gegen Australien sollte erneut gestreamt werden. Obwohl das englische Wetter sich erneut von seiner besten Seite zeigte, war das Spiel heiß umkämpft. Leider hatten wir letztlich aber keine Chance gegen die australische Zonenverteidigung, sodass wir uns mit einem 16-10 deutlich geschlagen geben mussten. Nicht ganz das, was wir uns erhofft hatten zumal unser nun kommendes Spiel gegen die USA nicht gerade mit einem Sieg winkte.

Diese zeigten uns dann auch, wie man richtig Ultimate Frisbee spielt. Wir hatten zwar einige Chancen und kämpften für jede Scheibe, aber letztlich ging es mit einem 17-6 doch deutlich für die Amerikanerinnen aus. So wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht und wir konnten dennoch viel Lob ernten.

Der Donnerstag startete mit einem windigen Spiel gegen Schweden. Durch unsere sichere Spielweise und Kämpfen in der Defense konnten wir einen guten Vorsprung erzielen. Und obwohl die Schwedinnen es in der zweiten Halbzeit nochmal spannend machten, konnten wir das Spiel mit einem 14-8 relativ ungefährdet für uns entscheiden.

Im zweiten Spiel des Tages wartete Kanada auf uns – erneut ein starker Gegner. Wir wollten Ihnen möglichst viel Gegenwehr bieten, doch durch einige Fehler mussten wir uns mit einem 5-17 zufrieden geben.

Dennoch konnten wir mit Freude auf den letzten Spieltag schauen. Denn nach der Vorrunde stand fest, dass wir im Pool um Platz 5 standen – zusammen mit Schweden und Kolumbien.

Somit begann der Freitag mit einem Déja-Vu: gleiche Uhrzeit, gleiches Spielfeld und vor allem gleiche Gegner (Schweden) wie am Tag zuvor. Doch diesmal machten die Schwedinnen es uns nicht so leicht und es war ein ausgeglichenes Spiel. Mit einem 14-12 Sieg waren wir somit mehr als zufrieden und der fünfte Platz rückte in greifbare Nähe.

Hier wartete unser Gegner vom ersten Spieltag: Kolumbien! In der Vorrunde hatten wir um nur einen Punkt verloren und so wollten wir dieses Mal auf jeden Fall gewinnen. Dementsprechend umkämpft und heiß war dann auch das Spiel. Der Spielstand war lange ausgeglichen und kein Team konnte davonziehen. Nach der Halbzeit kam es leider zu einigen Diskussionen auf dem Spielfeld, doch wir schafften es, fokussiert zu bleiben. So konnten wir uns nach 100 min Spielzeit endlich über den Sieg (14-10) und vor allem über den fünften Platz auf der Weltmeisterschaft freuen. Dies bedeutete zugleich, dass wir das beste europäische U23-Frauen-Team sind – und darauf sind wir stolz! Denn wir hatten nur wenig Vorbereitungszeit und haben uns in der Woche spielerisch enorm gesteigert!

Persönlich freue ich mich, dass ich die ULMtimates und den Verein VfB Ulm im Nationalteam vertreten durfte. Es war für mich eine tolle Erfahrung bei einer Weltmeisterschaft dabei gewesen zu sein.

Danke für die Unterstützung!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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